Globaler Weizenhandel floriert

12.03.2012

Der Weizenverbrauch steigt in vielen Importländern und kurbelt die Exporte in dieser Saison an. Mehr als bisher erwartet profitieren die USA. Der Weizenhandel 2011/12 könnte so umfangreich werden wie im bisherigen Rekordjahr 2008/09, schätzt das Landschaftsministerium USDA in seinem aktuellen Report. Es erwartet in vielen Importländern eine größere Nachfrage als noch vor einem Monat. Dazu gehört etwa der Iran, der sich angesichts drohender Lieferembargos offenbar noch nach Einkaufsquellen für Weizen umschaut. Darüber hinaus könnten die Kaukasus-Länder mehr Weizen als in anderen Jahren kaufen. Für Kasachstan, das 2011 ungewöhnlich viel Weizen geerntet hat, bieten sich hier Chancen. Unter den großen Exportländern profitieren die USA. Das Ministerium prognostiziert Verkaufsmöglichkeiten 2011/12 für mehr als 27 Mio. t US-Weizen. Klar auf Platz 2 kommt nach der USDA-Schätzung Australien, das aus der diesjährigen Rekordernte mehr als 21 Mio. t Weizen am Weltmarkt verkaufen könnte. Allerdings gibt es Meldungen aus dem Land, dass die Hafenkapazitäten möglicherweise dieser Menge nicht gewachsen sind. Nummer 3 ist wie bisher geschätzt Russland mit Weltmarktverkäufen von knapp 21 Mio. t. Für die EU rechnen die Amerikaner mit Weizenexporten 2011/12 von 17 Mio. t. Das USDA schätzt den globalen Weizenverbrauch 2011/12 jetzt noch höher ein als vor einem Monat und senkt die Prognose für die Endbestände etwas nach unten. Sie bleiben aber mit fast 210 Mio. t oder 31 Prozent des geschätzten Verbrauchs auf komfortablem Niveau.
Quelle: az

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